ruwell_marianne: (reading)
"The Story of Sushi - An Unlikely Story of Raw Fish and Rice" by Trevor Corson


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All around interesting book not only about sushi - "The modern term sushi does not refer to fish, but to rice. Rice seasoned with rice vinegar, sugar and salt. Any food made with this rice can be called sushi, wether it involves fish or not." - and how to eat the stuff right but Japanese cuisine in general. It also includes how miso and dashi are made and "how ancient buddhist vegetarian condimets are used to make american factory meat palatable".
ruwell_marianne: (onsengirl)
-_- Jetzt macht sie sich also doch Sorgen. Klasse!
Ich geh noch mal zum Arzt, aber nur, weil ich überprüfen möchte, ob noch alle meine Impfungen aktuell sind oder irgendwas aufgefrischt werden muss.

Jetzt aber zu der Sache mit der Strahlung.
Zunächst: Wir haben nicht vor, neben dem Atomkraftwerk für Erinnerungsfotos zu posieren! Das dürfte eigentlich klar sein. Wir fahren nach Tono - kann man leicht bei google Maps finden, ca. 250 km nördlich vom Kraftwerk Fukushima entfernt  - und werden von dort tagsüber zur Küste fahren, um dort aufzuräumen. Der nächste größere Küstenort ist (war?) Kamaishi. Wir befinden uns dann in der Präfektur Iwate.
Ich habe mir vorab Strahlungskarten sowohl von Deutschland als auch Japan angesehen: 

Deutschland: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Strahlenbelastung 
Japan: http://www.nnistar.com/gmap/fukushima.html

In der Japankarte kann man hin- und herscrollen und wenn ihr sie vergrößert und in den Norden wandert, gibt es sogar Werte für Tono. Diese Liegen bei <0,1 μSv/h (Mikro-Sievert pro Stunde) und um Kamaishi gibt es auch einen Wert von <0,2 μSv/h.
In Tokyo in den zentralen Bezirken bewegen sich die Werte in ähnlichen Bahnen. In Narita sind wir bei <0,3 μSv/h.
Also: ca. 6 Stunden (An und Abreise über Narita) x 0,3 = 1,8μSv
+
696 Stunden (29 Tage) x 0,2 = 139,2μSv  |  + 696 Stunden (29 Tage) x 0,15 = 104,4 μSv
=
141μSv (Rechnung mit hohen Werten)    | = 106,2 μSv (Rechnung mit niedrigeren aber immer noch hohen Werten)
Rufen wir uns aber nochmals in Erinnerung: Die Werte, denen ich tatsächlich ausgesetzt sein werde, liegen unter diesem Wert, da ich mit den jeweils hohen Zahlen gerechnet habe.

Interessant an dem Wikipediartikel ist folgender Teil: "Bei einem Flug von Frankfurt nach Tokio wird man dadurch einer Strahlenbelastung im Bereich von 60 µSv (beim Flug in niedrigen Breiten, etwa über Indien) bis über 100 µSv (beim Flug über den Pol, wo das Erdmagnetfeld weniger schützend ist) ausgesetzt." Das ist in 10 Stunden die Hälfte von dem, was ich in einem Monat abbekomme!
...mal ganz abgesehen davon, wie hoch ist eigentlich die Strahlenbelastung am Pol selbst? Leuchtet Eike jetzt nachts?

Nun zum Vergleich Deutschland:
Hier gelten Unbedenklichkeitswerte von 20μSv pro Woche und ein Eingreifrichtwert für langfristige Umsiedlung von 2000μSv pro Woche. (https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Sievert_%28Einheit%29) Über dem Unbedenklichkeitswert liege ich etwas drüber, aber von dem Eingreifrichtwert bin ich weit entfernt.
Als Jahreswert ist man in Deutschland in Berlin Werten von 0,6-0,8mSv (Mikrosievert) pro Jahr ausgesetzt. (1mSv = 1000 μSv)
In anderen Teilen Deutschlands aber auch bis zu 1,2 und drüber. Die Werte in den meisten Regionen Japans sehen ähnlich aus.

Ich hoffe, dass ihr damit etwas beruhigter seid.

Generell bleibt das Notfallprotokoll vorangegangener Jahre gültig.
Wenn ihr irgendwelche Berichte über Erdbeben, Tsunami, Vulkanausbrüche, Taifun, Godzilla ... (was auch immer) hört und euch sorgt, schreibt mich an, die Mailadresse ist bekannt. Wie gehabt, ich bekomme nicht immer mit, wenn irgendwo ein bisschen Wind bläst oder mal wieder ein wenig der Boden wackelt. Wenn ich es mitbekomme, schicke ich ein Lebenszeichen. Und Berichte wie: "Erdbeben in Japan, noch keine Berichte über Schäden und Verletzte, Aufräumarbeiten in Fukushima für 20 Minuten unterbrochen" könnt ihr bitte getrost ignorieren! Das ist Standard, da ist nichts gewesen! Bedenkt: ein 9,0(!!!) hat keine all zu großen Schäden angerichtet! (Für sich gesehen! Erst der Tsunami hat dann das Zerstörungswerk getan.) Erdbebenskalen dürft ihr euch an dieser Stelle selber suchen, aber als Richtwert: Ab <6,0 kann man mal genauer auf die Berichte hören.
Da ich dieses Mal noch nicht sicher bin, ob es vor Ort einen Internetanschluss gibt, werde ich vorab noch einen Twitter Account anlegen und notfalls darüber kommunizieren. Nähere Infos dazu folgen.
Wenn ich mich nach drei Tagen nicht auf eure Mails gemeldet habe, dann ruft bei meinen Eltern an, die sollten die neusten Infos haben. Und wenn es sich tatsächlich nicht nur um Medienpanik handelt und wirklich irgendwo etwas passiert ist (Ich bin in IWATE oder TOKYO), dann sind sie es, die bitte bei den Notfallnummern anrufen und nachfragen!
Ich an eurer Stelle, würde mich eher sorgen, wenn irgendwo ein Sento einstüzt. Da ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich drin war.

Ihr kennt mich, ich bin vorsichtig! -_^
ruwell_marianne: (Default)
Today I stumbled about the following relief effort for Japan, that I find very supportworty.



Why Socks?

"Several reasons. Many of the survivors ended up barefoot after fleeing in a hurry. In the disaster zone, feet get wet and then extra cold at night, especially in currently freezing weather. People often forget about socks in favor of more obvious items like blankets and jackets. Receiving a new, fresh pair of socks provides a moment of comfort. If those socks arrive with a caring note as well, it’s very heartening for survivors. If you’ve ever been stuck in a pair of wet, cold socks or no socks at all, perhaps you remember how soothing it felt to pull on a warm, dry pair. Survivors have already requested socks on TV news.

Socks aren’t primary support, but a token of care that will last beyond their small mid-crisis comfort. All supplies exist here in Japan, so we wanted something that delivered meaning past the need of the moment, something more special than what people get from emergency teams and government supplies. Military socks are not the most comfortable. Small joys matter. A March 17 CNN articleobserved about the survivors: “It was the little things that helped them retain their sanity as an end to crisis still seemed distant.” The next day, an AP story said a city hall worker reported his town needing “gas, vegetables, socks, underwear, wet wipes and anti-bacterial lotion.” Most importantly, shelters themselves are requesting socks." (http://jasonkelly.com/)

ruwell_marianne: (Default)
Also Journalisten können echt lästig sein. Logischerweise ist der Wunsch nach Informationen groß und die Menschen verfolgen gebannt die Nachrichten, in der Hoffnung neues zu erfahren. Aber in den letzten Tagen kamen am laufenden Band Interviewanfragen über unsere Homepage, Mailverteilerlisten wurden mit Bitte um Kontakt zu Leuten vor Ort zugespammt, einige Ausländer in Japan haben sich bereits beklagt, mitten in der Nacht von Journalisten via Telefon terrorisiert zu werden. Ohne Rücksicht auf die Zeitverschiebung rufen die Journalisten offenbar zu jeder Tages- und Nachtzeit an. Unfassbar.
Auch die Berichterstattung von N24 regt mich auf. Ständig diese musikalisch untermalten Zusammenschnitte der schlimmsten Bilder. Was soll das? Man wünscht sich doch von einem Nachrichtensender neutrale Informationen. Die Bilder bewegen von selbst. Da bedarf es nicht noch stimmungsmachender Musik, um die Gefühle noch weiter hochzupeitschen. ARD ist auch nicht besser, haben sie doch laut Spiegel gestern auch so einen Mist verzapft und in einer Nachrichtensendung Bilderzusammenschnitte mit Trip Hop Musik untermalt. Man, ich will BBC sehen! Das ist guter Journalismus! Aber anscheinend haben wir hier keinen Empfang. Unter unseren Fernsehsendern war BBC nicht zu finden und der Empfang von BBC World Service (Radio) ist seit deren Frequenzwechsel vor einiger Zeit mehr als mies.
*headesk*

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